Aktivitäten Schuljahr 2011/12

Projekttage 2012: Teilen Sie ihr Hobby mit den Kindern!

Vom Montag bis Mittwoch, 04. – 6. Juni 2012 (vor Fronleichnam) fanden an der Volksschule Hohenrain zum zweiten Mal im Rahmen der Begabungsförderung Projekttage statt. Aus einer farbigen Palette von Angeboten konnten die Kinder vom Kindergarten bis zur 6. Klasse dasjenige auswählen, welches ihren Interessen am meisten entsprach, um dann in Begleitung von erwachsenen Fachpersonen für zweieinhalb Tage ihrer Leidenschaft zu frönen. Für dieses vielseitige Projekt waren wir auf die tatkräftige und uneigennützige Unterstützung von aussen angewiesen.

Das Ziel der Projekttage war es, die persönlichen Stärken und Interessen der Kinder mit der riesigen Breite an Experten- und Hobbywissen, welches in der Erwachsenenwelt vorhanden ist, zusammenzubringen. Durch die gemeinsame Erfahrung im direkten Tun konnten beide Seiten profitieren. Imperssionen von den Projekttagen finden Sie unter Downloads.

Rückblick auf den Sporttag in Hohenrain

Die Kinder vom Kindergarten bis zur 3. Klasse machten am 11. Mai einen Sporttag. Zum Aufwärmen machten wir einen kleinen Crosslauf, bei welchem die 3. Klässler den Kindergärtnern halfen. Alle rannten fleissig und waren ziemlich aus der Puste.

Danach gingen wir in gemischten Mannschaften zusammen und machten uns an die 5 Posten: Seilziehen, Flaschenwerfen, Puzzlerennen, Reifenrennen und Kistenrollen. Die Posten haben viel Spass gemacht. Danach haben wir Spiele mit einem grossen Fallschirm gemacht. Um 12 Uhr gab es dann ein feines Zmittag, nämlich Gehacktes mit Hörnli aus einer riesigen Pfanne. Es war sehr lecker! Nach dem Essen gab es noch eine spannende Rangverkündigung und die ersten drei Mannschaften bekamen sogar eine Medaille. Zum Schluss gab es noch für alle Kinder eine feine Glace, die an diesem heissen und sonnigen Tag von allen richtig verschlungen wurde. Es war wirklich ein toller Tag und wir hatten viel Spass! (geschrieben von der 3. Klasse Hohenrain)

 

Nicht nur die Grössten hatten Freude am Sporttag, sondern auch die Kleinsten unter uns waren begeistert:

„Ech wet am Liebschte jede Tag echli Sporttag ha“

„ Mer hed gfalle das mer d`Petfläsche hend döffe abeschiesse“

„s`Zmettag esch schlecker-lecker gsi!“

„Ech ha s`Cheschterenne loschtig gfonde“

„Alles esch am Beschte gsi, dasi gwonne ha auno“

„Ech has schön gfonde das d`Schüeler au debi gsi send“

 

(Kindergärtner Hohenrain)

Schulfasnacht Kleinwangen/Lieli

Etwas Sprache und viel Spass

Auch die Schülerfasnacht stand dieses Mal unter dem Jahresmotto „Sprachspass“. Nach einem lockeren Einstimmen mit Tanz und Gesang machten sich alle Kinder an die verschiedenen Posten um möglichst viele Buchstaben zu sammeln. So gab jeder in den altersdurch-mischten Gruppen sein Bestes etwa beim Montagsmalerspiel, beim Pantomimen darstellen, beim Zielwurf, bei der Wimmelbildsuche oder beim Buchstabentanz. Viel Wetteifer und Ehrgeiz wurden an den Tag gelegt, dabei aber das Wichtigste nicht vergessen: Spass zu haben!

Anschliessend an die Posten hatte jede Gruppe zehn Minuten Zeit aus den gesammelten Buchstaben möglichst viele Wörter zu legen. Die Siegergruppe schaffte es unglaubliche 79 Wörter zu legen!

Nach dem Wetteifern stärkten sich alle im Klassenverbund mit einem Picknick und ein paar Plaudereien über das Erlebte.

Zum Abschluss fand eine Kostümprämierung nach dem Oskar-Verleihungssystem statt. Es wurden das herzigste, das bunteste, das gruseligste, das coolste und das lustigste Kostüm prämiert. Bei der Vielfalt und Originalität der Kostüme war dies natürlich keine einfache Aufgabe, welche aber von der Jury, bestehend aus einer Delegation der 5./6. Klasse, mit viel Herzblut erledigt wurde. Die Siegerinnen und Sieger der Kostümprämierung sowie diejenigen des Atelierwettkampfes wurden mit einem grossen Applaus gefeiert. Als „Grande Finale“ durfte natürlich auch dieses Jahr die legendäre Polonaise nicht fehlen. In bester Stimmung schaukelten somit alle Kinder, Lehrpersonen und anwesenden Eltern in die wohl buntesten Ferien des Jahres.

Adventszeit - Geschichtenzeit

Während der Adventszeit treffen sich alle Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen der Schule Kleinwangen/Lieli jeweils am Mittwochmorgen und hören sich gemeinsam die Adventsgeschichte „Mara sucht Weihnachten“ an.

Am 7. Dezember 2011 erzählte uns Jenny von Büren den ersten Teil:

In einem kleinen Dorf lebten die Leute glücklich und zufrieden miteinander. Nur zur Weihnachtszeit benahmen sich die Einwohner merkwürdig: Sie schlossen sich in ihre Häuser ein, niemand redete mehr ein Wort und den Kindern wurde sogar verboten draussen zu spielen.

Das kleine Mädchen Mara fand dies sehr traurig und wollte von der Grossmutter den Grund für dieses komische Verhalten wissen. Mit der Antwort „ Es war immer schon so, also ist es gut so“ gab sich Mara nicht zufrieden. Und die Frage, was Weihnachten ist, liess Mara einfach nicht los.

Deshalb beschloss sie mutig, sich ganz allein auf den Weg in die Stadt zu machen, um dort das Geheimnis um Weihnachten lüften zu können.

Es war ein weiter und schwieriger Weg. Und als sie sich am Abend alleine schlafen legte, fühlte sie sich ganz einsam und verlassen…

Diese Woche berührte Aida Wisler unsere Herzen mit dem Erzählen des zweiten Teils unserer Adventsgeschichte:

Am nächsten Morgen brach Mara trotz Zweifel am Vorabend auf und wurde am Abend endlich für ihren Mut belohnt: Sie sah mit ihren eigenen Augen die Stadt. Der erste Eindruck war für sie überwältigend. So viele Kerzen, Laternen, Sterne und Lampen brachten Licht auf die Strassen und auf den Plätzen tummelten sich sehr viele Menschen.

Hier war alles ganz anders als in ihrem Dorf. Die Weihnachtszeit war leuchtend, farbig und ganz schön laut. Mara tauchte ein in diese fremde Welt.

Als sie plötzlich vor einem riesigen, bunt geschmückten Baum stand, fragte sie sich, ob Weihnachten wohl ein Fest für die Natur sei. Aber wieso schlossen sich dann die Leute in ihrem Dorf in ihre Häuser ein?

Mara bemerkte, dass sie auf einem grossen Platz stand, wo alle Menschen schwer bepackt umher rannten. Niemand hatte aber Zeit ihr die Frage, was Weihnachten sei, zu beantworten. Einige lachten sie sogar aus. Mara war nun völlig verwirrt: so viel Licht, Eile, Farben, Getummel…Weihnachten musste wirklich etwas besonderes sein.

Vor einem besonders grossen Fenster blieb sie stehen. Plötzlich öffnete sich eine Tür und ein Mann begrüsste sie freundlich und lud sie ein in seinen Laden zu kommen. Auf die Frage von Mara antwortete der Verkäufer erstaunt: „Weihnachten, das ist das Fest der Geschenke. Verkaufen und kaufen, das ist Weihnachten.“ Dann lachte er ganz laut auf und zeigte auf die unzähligen Geschenke in seinem Laden.

Mara wurde es ganz schwindlig ob all den Paketen und dem grellen Licht. Sie rannte aus dem Laden und war ganz traurig. Da war also Weihnachten! Nun verstand sie ihre Leute im Dorf. Es war wohl das Beste, sich einzuschliessen, bis dieser „Spuk “ vorbei war.

Der letzte Teil wurde uns von Luca Mosimann und Marcel Müller mit viel Hingabe erzählt:

Ganz erschöpft sang Mara auf die Treppe eines Hauses. Als ein als Engel verkleideter Mann kam und sie ihm ihre Geschichte erzählen wollte, brachte sie vor Erschöpfung keinen Ton mehr heraus. So nahm der Mann sie mit in seine Hütte, wo sie eine warme Suppe assen und Mara kurz darauf noch am Tisch einschlief. Mara träumte von einem Engel, der auf alle Fragen eine Antwort hatte. Doch als Mara dem Engel die Rage stellte, was Weihnachten sei, war der Engel plötzlich verschwunden und sie stürzte in die Tiefe…bis sie aus dem Traum erwachte.

Als sie sich aufsetzte und aus dem Fenster schaute, sah sie den alten Mann draussen im Garten mit Puppen spielen. Mara musste lachen. Der Mann fragte sie, ob sie noch nie eine Krippe gesehen habe. Da erzählte Mara ihm ihre ganze Geschichte. Der Mann hörte zu und schwieg eine ganze Weile. Dann nahm er die Krippe und erzählte mit den Figuren die Weihnachtsgeschichte.

Alles verstand Mara nicht, aber irgendwie ging’s darum, dass Gott als Kind auf die Welt gekommen war, um ganz nahe bei den Menschen zu sein. Mara fragte darauf, wieso die Menschen so rannten und Geschenke so wichtig waren. Der Mann antwortete: „Weil die Menschen vergessen haben, was Weihnachten ist. Weihnachten ist ein Geburtsfest. Gott ist als kleines Kind auf diese Welt gekommen, und das wollen wir immer wieder feiern, damit wir das nie vergessen. Aber das schönste Geschenk in dieser Zeit ist, Gutes zu tun und füreinander da zu sein.“

Nun begannen Maras Augen zu leuchten. Sie bedankte sich und machte sich schnell auf den Weg nach Hause. Dort wurde sie mit Freude und Vorwürfen empfangen. Mitten in der Nacht schlich sich Mara wieder hinaus und holte alle Kinder aus den Häusern. Ihnen erzählte sie, was Weihnachten wirklich war. Dann begannen auch die Augen der Kinder zu leuchten und sie trafen gemeinsam eine mutige Entscheidung: In Windeseile verwandelten sie den Dorfplatz in einen farbigen Festplatz, entzündeten ein schönes Feuer und stimmten ihre Lieder an.

Der Lärm weckte alle Erwachsenen, die verwundert aus den Fenstern guckten. Als sie nach und nach aus den Häusern kamen, nahmen sie die Kinder an der Hand und setzten sich um die Krippe, die Mara vom alten Mann geschenkt bekommen hatte. In dieser Stille trat Mara neben die Krippe un erzählte noch einmal, was sie erlebt hatte, und die Weihnachtsgeschichte. Alle hörten zu.

Nachdem Mara fertig erzählt hatte, war es lange Zeit still. Da stand Maras Grossmutter au und sprach mit kräftiger Stimme: „Die Kinder haben uns Weihnachten zurückgebracht. Lasst uns alle zusammen Weihnachten feiern! Denn dies ist unser Weihnachtsgeschenk.“ Und so feierte das kleine Dorf ein sehr schönes Fest. Und dies tun sie nun jedes Jahr, damit niemand im Dorf mehr vergisst, was ihr wahres Geschenk ist. Denn in dieser Nacht wurde vor langer Zeit, in einem fernen Land, in einem kleinen Stall ein Mensch geboren.

Wir wünschen auch Ihnen, dass Sie den wahren Geist von Weihnachten erleben dürfen. J

Schnell ging sie vorbei - die Adventszeit

Bereits steht Weihnachten vor der Tür und es bleiben noch wenige Tage des Jahres 2011…

Während der Adventszeit wurden wir von einem schönen und originellen Adventskalender begleitet, welchen die Schüler selber hergestellt haben. Ganz unter dem Motto Sprachspass konnte man jeden Tag einen neuen lustigen Weihnachtswitz, ein schönes Weihnachtsgedicht oder noch ganz viele andere originelle Ideen im Schulhausgang betrachten.

Zusammen mit der schönen selber gebastelten Sternendekoration und dem wunderschönen Christbaum, welchen die 5. Klasse ganz alleine organisiert hat, konnten wir die Weihnachtsvorfreude so richtig geniessen.

Am letzten Schultag trafen wir uns alle zum gemeinsamen Weihnachtssingen in der Pausenhalle. Jede Klasse hatte ein Weihnachtslied vorbereitet, welches sie z.T. mit Instrumenten begleitete und vorsang. Danach waren alle eingeladen ebenfalls mitzusingen. Alle haben toll mitgemacht und zu diesem schönen Schulabschluss beigetragen.

Wir wünschen Ihnen/euch allen wunderschöne Weihnachten und einen tollen Start ins neue Jahr!

Froher Advent

In farbigen Buchstaben leuchtet dieser Wunsch vom Adventsfenster am Schulhaus. Gleichzeitig wecken die Bilder von Samichlaus, Christbaum, Schnee und leuchtenden Sternen die Vorfreude auf die kommende Zeit.

Gut gelaunt trafen sich am 1. Dezember Kinder, Eltern und Lehrpersonen auf dem Schulhausplatz, um die farbigen Fenster zu bewundern. Heisser Punsch und feine Guetzli luden ein zum Verweilen, zum Spielen und Plaudern.

Einmalig und nur für kurze Zeit

Der 11.11.2011 um 11.11 Uhr – ein ganz besonderer Moment in der Zeitrechnung! Ein Grund dies zu würdigen, fanden die Lehrpersonen von Kleinwangen/Lieli. Deshalb traf sich am 11.11. die ganze Schule kurz vor elf in der Turnhalle Kleinwangen, wo jede Klasse eine kleine aber feine Darbietung zu Ehren der Elf preis gab. Der Kindergarten machte elfmal dieselbe Bewegung, die elf Erstklässler sangen uns ein Lied über die Elf vor, die 2./3. Klasse zählte in Englisch bis elf, die 4./5. Klasse bildete zusammen eine riesige Elf und die 5./6. Klässler trugen verschiedene Elfchen vor. Kurz nach elf standen dann alle Kinder für eine Polonaise ein und warteten ganz gespannt und etwas zappelig auf den einmaligen Moment. Um 11.11 Uhr zählten alle genauestens die Sekunden bis elf und los ging’s mit der Polonaise für eine Minute, die nicht so schnell wieder kommen wird…

Autorenlesung in Kleinwangen

Am 9. November war die Buchautorin Brigitte Schär in der Schule. Sie hat uns viele Geschichten über sich und ihre Bücher erzählt und uns viele Fotos von sich gezeigt. Das war ein schöner Mittwochmorgen. (Geschrieben von Noemie Schmid, 3. Klasse)

Brigitte Schär hat viel erzählt und sogar gesungen. Sie hat auch Theater gespielt, zum Beispiel hat sie mit ihren Händen Trompete gespielt. Ihre Stimme klang wie eine echte Trompete. Als Geschichte hat sie uns „Die 5 winzig kleinen Zwerge“ erzählt. (Geschrieben von Simona Bucher, 3. Klasse)

Pausenapfelaktion

Auch in diesem Schuljahr organisiert die Volksschule Hohenrain mit freundlicher Unterstützung der Familien Walter Anderhub, Günikon, Hohenrain und Adrian Seeholzer, Ferrenstr.10, Kleinwangen vom Montag, 12. bis Freitag, 30. September 2011 (3 Wochen) eine Pausenapfelaktion.

Ab Montag, 05. September 2011 können die Kinder bei der Klassenlehrperson bis eine Woche vor Ende der Aktion Bonkarten zu folgenden Konditionen beziehen.

 

05       Pausenapfel Bons                          1.50 Franken

10       Pausenapfel Bons                          3.00 Franken

 

è Es können keine Bons zurückgegeben werden.

Herbstwanderung Schulhaus Kleinwangen

Am 6. September, einem strahlend schönen Spätsommertag, machten sich alle Kinder der beiden Schulhäuser und ihre Lehrerinnen und die Schulsozialarbeiterin auf den Weg. Die 4.-6. Klässler waren gefordert, da ihre Marschroute von Kleinwangen über Hohenrain – Oberebersol – Grüt – Ottenhusen – Willhof zum Wirtlenwald in Hochdorf führte. Die 1.-3. Klässler wanderten auf direktem Weg, auch mit der selben fantastischen Panorama- sicht, zum Ziel. Unterwegs stiessen die Kindergärtner dazu.

Beim friedlichen Bräteln und Spielen verging die Mittagspause viel zu schnell. Die Jüngeren wurden schon ab Hochdorf vom Bus abgeholt und durften sich anschliessend noch auf dem neuen Pausenplatz in Klein-wangen vergnügen. Die Grossen wanderten der Ron entlang nach Baldegg, dann rauf in die Ferren, wo der Schulbus sie in Empfang nahm. (Geschrieben von Marianne Burkart, IF-Lehrperson)

Herbstwanderung Schulhaus Hohenrain

Erde, Feuer, Wasser, Luft, …und … Freiheit

Herbstwanderung aller Klassen vom Schulhaus Hohenrain am 15.9.2011

Die Herbstwanderung ist bei uns eine jahrzehntelange Tradition. Es ist eine Gelegenheit mit den Schülern zu Fuss ein Stück unserer nahen Umgebung vertraut zu machen. Immer wieder entdecken einige, dass es Weiler und Wege gibt, wo sie noch nie waren. Andere wieder kennen sich sogar im Wald recht genau aus, kennen Geschichten zu einzelnen Standorten, können Buchnüsse von Eicheln und Haselnüssen unterscheiden, wissen, dass es Fichten und Weisstannen gibt, kennen spezielle Kräuter wie etwa das gelbe „Rühr-mich-nicht-an“ mit seinen aufspringenden Fruchtständen oder das purpur leuchtende „Pfaffenhütchen“ .

In ihrem Buch „Weltwissen der Siebenjährigen“ schreibt Donata Elschenbroich, dass es jedem Kind gut täte, einige Tage seines Lebens im Wald verbracht zu haben, dass jedes Kind Beeren vom Busch gepflückt und Jahresringe am Baumstumpf gezählt haben sollte, oder dass es noch keinem Kind geschadet hat, mal in einen Bach gefallen zu sein. Oder ein richtiges Feuer gemacht zu haben. – Wenn die Lehrerin oder der Lehrer bei der Feuerstelle angekommen zu den Kindern sagt: Wir machen jetzt ein Feuer und wir brauchen Holz, wir wollen dann die Würste braten! – Dann wundere ich mich gelegentlich über die Frage: Sie, wo hat es Holz? – Wenn jedoch nach dem Grillieren die Glut allmählich ausgeht, dann entsteht oft plötzlich der Eifer, dem Feuer neue Nahrung zu geben. Dann werden unermüdlich Holzmocken herbeigeschleppt, und bald lodern die Flammen meterhoch. – Doch schon heisst es wieder: Stopp, kein Holz mehr, es ist genug, wir müssen bald aufbrechen, … der Schulbus, die Musikschule, das Judo, usw.

Das Schöne an diesen Ausflügen ist auch das Miteinander. Miteinander etwas erleben und entdecken können ist attraktiver, als wenn man dies alleine tut. Einander von den Süssigkeiten zu probieren geben bedeutet Gewinn für beide. Den Kleineren ein Vorbild sein und helfen, wenn der Knopf beim Schuh aufgegangen ist, heisst: Ich bin nützlich, ich kann etwas Wichtiges beitragen. Miteinander eine Brücke, eine Stauung, eine kleine Hütte bauen und sagen können: Das Gebiet von dieser Tanne bis zum Bach gehört uns, wenn auch nur zwei Stunden! – Dies bedeutet Freiheit und Selbstbestimmung. Und so was macht halt eher Spass im Wald, in der Natur, in einer Umgebung die nicht strukturiert und verplant sondern offen ist für Ideen, Spiel und Gestaltung.

Ich habe das erwähnte Buch noch nicht fertig gelesen und bin gespannt, wie es weitergeht. Vielleicht finde ich demnächst noch irgendwo den Satz: Es hat noch keinem Kind geschadet, mal einen Tag (vielleicht auch länger) ohne elektronische Spiele auszukommen. – Er würde hineinpassen.

(Geschrieben von Adalbert Bircher, Klassenlehrer der 1./2. Klasse)